Gerdas Umbau

Gerda ist ein in die Jahre gekommener Wagen. Die vergangen vier Jahre stand sie ungenutzt auf einem Hof. Dort hatte sie eine super Aussicht doch niemand der sie lüftete.

Ich verliebte mich in sie. Und so haben wir beschlossen zusammen zu ziehen.

Zugegeben die Aussicht ist schlechter und das Wetter öfters regnerisch. Das macht Gerda etwas zu schaffen denn die Dichtungen der Flügeltüren sind längst etwas faltig und dadurch gelangt über die Jahre Wasser in den Boden und das Holz modert eingeschlossen zwischen dem dichten Glasfaserboden und der Aluminiumverschalung vor sich hin.

Um den Schaden einzuschätzen, verschaffen wir uns Einblick:

Das Holz ist Gammelwahre. Doch darunter finden wir circa 8-10 cm geschäumte Isolation. Ist der ganze Holzboden dahin? Wir wissen es noch nicht. Das Loch ist zu klein.

Auch das in die Jahre gekommene Dach und die darauf versiegelten Nieten und Ritzen sehen es längst nicht mehr so eng mit dem durchlassen von Wassertropfen.

Das haben wir geändert!

Zuerst putzen wir die Übergänge, so das wir die Nieten und Ritzen sauber verklebt werden können.

Nach verschiedensten Einblicken wird klar, Gerda ist pflegebedürftiger als vermutet. Deshalb haben wir beschlossen folgendes umzubauen:

Die Stützkonstruktion wird von Innen durch fette Balken verstärkt! Das Dach wird abgedichtet. Der Raum wird aufgeteilt in einen Isolierten und einen offenen Raum.

Skizze Gerda Ruumufteilig

Der fordere, offene Teil befindet sich bei den Flügeltüren. Dort bauen wir noch nicht gross um, denn wichtiger ist der hintere Raum

Dieser temperierter und trockener Raum dient dazu Material und Werkzeug geschützt aufbewahren zu können. Dazu wird er konstant auf 5-8 Grad geheizt, so das Wärme und Feuchtigkeit reguliert sind. Dies geschieht automatisch durch ein Thermostat, ein Heizkabel das für Terrarien gedacht ist und einer Infrarot Bodenheizung.

Doch was ist mit den Wänden? Die sind hauch dünn und durch die kalte Oberfläche wird die Feuchtigkeit dort als erstes kondensieren. (Was schnell zu Schimmel-Gammel führt). Wenn sie fett isoliert sind verlieren wir Raumvolumen und der Wagen wirkt noch mehr wie ein enger Gang. Lassen wir sie gänzlich unisoliert entweicht die Heizenergie ungehindert. Was nun? Erst wollten wir sie lediglich verkleiden und Hinterlüften. Durch vehemente Beratung… wurde dieses Konzept überarbeitet.

Was ist ökologisch, dünn und isoliert gut? Ich zerbreche mir den Kopf! Dann googel ich. Voilà, „Baunetz_Wissen“ hat einen tollen Beitrag und empfiehlt darin:

https://www.heim-baustoffe.de/Oekobaustoffe/Daemmstoffe/Holzweichfaserdaemmplatten/Unger-Diffutherm/Innendaemmung-Innenausbau/Unger-UdiCLIMATE/Unger-UdiClimate-Nut-und-Feder-30-mm-115-x-75-cm.html

und 3 cm auf jeder Seite plus 0,5 cm Hinterlüftung sind tragbar. Doch während ich mich entspanne rechne ich den Preis aus. Es ist keine Hightech Isolation die so viele Materialien kombiniert die weder je verrotten werden noch Recycelbar sind. Und doch wird es teuer. Allgemein… das mit den Finanzen.

Es gäbe noch so viele Details, Skizzen und Ideen fest zu halten.

Doch seien wir ehrlich, dadurch geht es auch nicht schneller. Ich hoffe du konntest einen Einblick gewinnen. Falls du weitere Fragen hast. Melde dich einfach : ) Liebi Grüess, Matea